HAMMER KHATAMI LIECK
Mani Hammer
Shila Khatami
Alexander Lieck
1. June 2008 - 21. June 2008

PLUS ULTRA
Alex Tennigkeit
Hidde van Schie
15. March 2008 - 17. April 2008
Die erste Ausstellung im neuen Raum ist ein Projekt der Berliner Malerin Alex Tennigkeit mit dem Rotterdamer Maler Hidde van Schie. Inspiriert von zwei historischen Emblemen haben beide Künstler in dem Raum jeweils ein großes Gemälde geschaffen. Gemeinsam wurde eine Skulptur, das "PLUS ULTRA Monument" realisiert. Ebenfalls werden mehrere Gemälde, Zeichnungen und ein Video gezeigt. Deutlich unterscheidet sich die Arbeitsweise der beiden Künstler, doch eint sie das Interesse für mythische und symbolische Bildinhalte, die in subjektiver Weise bearbeitet in Ihren Bildern wieder auftauchen.

"I can't know what you mean, know what I mean?"
Paul Barnett
Frank Steier
24. March 2007 - 14. April 2007

KNORKE GÖREN
27. June 2008 - 3. August 2008
...mit: Alex Tennigkeit, Anja Schwörer, Alicja Kwade, Anna Fasshauer, Anita Tarnutzer, Carly Fischer, Cora Piantoni, Eva Seufert, Gisela Beck, Jenny Rosemeyer, Julia Pfeiffer, Karin Felbermayr, Kerstin Schulte, Lisa Becker, Lucia Glass, Melinda Braathem, Natasza Niedziolka, Olivia Berckemeyer, Stefanie Seufert, Silva Agostini, Rosie McGurn, Shila Khatami, Yasmin Müller..

BERLIN, ... - 2008
Anselm Reyle, Axel Geis, Corinne Wasmuht, Gregor Hildebrandt, Joachim Grommek, Uwe Henneken, Wawrzyniec Tokarski
7. September 2008 - 19. September 2008
Etwa fünf Jahre, so heißt es, dauert es, bis man in Berlin angekommen ist und sich dem Rhythmus der Stadt angeglichen hat. Einem verwirrenden Rhythmus. Denn auch wenn sich die Stadt zunächst stetig zu verändern scheint, gehört sie sicherlich zu eine der langsamsten Metropolen. Das Leben schreitet an der Spree eben doch erstaunlich langsam voran. Zumindest aber nimmt man sich Zeit dafür. Denn obwohl der Berliner an sich wahnsinnig geschäftig ist - stets hat er viel zu viel zu tun und mindestens drei Jobs gleichzeitig am laufen - lässt er sich das Kaffeeschlürfen und Biertrinken in den zahllosen Bars und Cafés nicht nehmen. Lernt man doch immer wieder neue interessante Menschen kennen, knüpft Kontakte oder findet Weggefährten für neue Vorhaben.
Warum es ausgerechnet fünf Jahre sind, bis man sich in Berlin heimisch fühlt, bleibt ein Geheimnis. Nicht umsonst trifft man allerdings in der Geschichte immer wieder auf fünfjährige Phasen: ob zur Planung volkswirtschaftlicher Aktivitäten, politischen Wahlen oder den immer wieder als Krücke herangezogenen, persönlichen 5-Jahres-Plan; eine halbe Dekade scheint die längstmöglich überschaubare Perspektive zu sein.
Martin Kwade zeigt in seinem Projektraum KWADRAT nun vom 6. bis zum 19. September Werke von KünstlerInnen, die er vor 5 Jahren kennenlernte als er nach Berlin kam. Doch handelt es sich nicht um eine Retrospektive. Denn Anselm Reyle, Axel Geis, Corinne Wasmuht oder Gregor Hildebrandt stellen einer ihrer älteren, eine aktuelle Arbeit gegenüber. Es ist eine persönliche Auswahl, die die KünstlerInnen selbst getroffen haben. So wie Joachim Grommek, Uwe Henneken und Wawrzyniec Tokarski, die den Kreis vervollständigen, in dem es zu erkunden gilt, welche Einflüsse das Werk wie das Leben wohl geprägt haben mögen. Das gelingt den BetrachterInnen selbstverständlich nicht, ohne sich an die eigene Vergangenheit und die vergessenen Pläne von damals zu erinnern. Und vielleicht fließt die eine oder andere Überlegung sogar in den nächsten persönlichen Fünfjahresplan mit ein. Who knows?
Meike Jansen
ERÖFFNUNG: 06.09.08, 17-22h
Besichtigung: Do. - So. 14-19h oder nach tel. Vereinbarung: 0179 74 89 471

"fear four fear"
Daniel-Leander Kannenberg
1. November 2008 - 28. November 2008
Masken fungieren bei Daniel-Leander Kannenberg als Schilde um das Ich der Portraitierten zu verbergen. Im ersten Moment zumindest. Denn dann schwappt eine Woge aus Geschichte und gegenwärtigen Entwicklungen, aus Informationen über verschiedenste Kulturen und persönlichen Erfahrungen über einen, die es zu bedenken gilt.
Die Personen, die Kannenberg malt sind nackt und verletzlich. Es sind gebrochene Menschen, deren Gesichter hinter afrikanischen Masken verborgen liegen und die Zweifel über sich selbst, ihrer Herkunft und Einflüsse veranschaulichen. Gleich Stillleben menschlicher Ratlosigkeit und Erschöpfung sitzen sie da, starren einen durch leere Augen an. Doch sind die Bilder mehr als persönliche Standortbeschreibungen. Vielmehr beschreiben sie die Verwirrung um Identität, in einer unüberschaubaren Welt voller Angebote und vermeindlichen Möglichkeiten.
Die Schauplätze lassen sich nicht genau bestimmen. Sie könnten überall sein, wo die Globalisierung eine gefällige Oberfläche hinterlässt, auf der nahezu alles verfügbar erscheint. Die Realität ist dagegen matt. Wie etwa die Hotelzimmer, die Daniel-Leander Kannenbergs gewählt hat. Zudem verweißt er anhand des Wortspiels mit der Ziffer 4 in ?fear four fear? darauf, das beispielsweise in China und Korea - wo die chinesische Übersetzung für "Vier" genauso gesprochen wird, wie das chinesische Wort für ?Tod - in Hotels immer wieder der vierte Stock fehlt. Verweißt er also auf einen Nichtort? Der Titel kann aber auch als ein Hinweis auf die Zeit gelesen werden, die Zeit zwischen drei und fünf Uhr morgens. Oder zwischen drei und fünf Uhr nachts. Eben dann, wenn die Zeit nicht eindeutig zu einem Tag gehört. Eine Unzeit, in der die Sinne aus Erschöpfung oder Trunkheiten übersensibel reagieren und sich die Gedanken nicht selten haltlos überstürzen.
Mit seiner Farbwahl unterstreicht Kannenberg den matten Zustand der Portraitierten, wie die Differenzierung zwischen gut und schlecht, richtig und falsch, indem er seine Bildwelten ausschließlich aus Grautönen schafft. Schaut man jedoch genau hin, schimmern die Motive in unerwarteter, nahezu glamouröser Farbenvielfalt. Grau, das ist hier auch im übertragenen Sinn mitgedacht, ist eben mehr als eine Abstufung zwischen Schwarz und Weiß.
Neben diesen, überwiegend auf Selbstportraits basierenden Motiven, zeigen andere Gemälde Gegenstände, die jedes für sich wichtige Charakteristiken unserer Zeit wie ?Kommunikation? oder ?Bewegung? verkörpern. Motorroller und Telefon sind wie in animierten Werbeclips oder Comics Hände gewachsen, durch die Kannenberg Kontakt zu den BetrachterInnen aufnimmt. Die Glieder formen Buchstabe für Buchstabe Worte im Fingeralphabet. Doch ohne das Wissen um den passenden Sprachcode, erstarrt dieser Austausch zu hilflosem Wedeln und Winken. Die Information verpufft und das vielarmiges Gestikulieren stellt malerisch die Grenzen von verbalem Austausch da.
Mit ?fear four fear? vertieft Daniel-Leander Kannenberg so auch die Frage danach, wie viel ein Bild, hier inbesondere ein Stillleben zu sagen vermag. Die Suche nach der Antwort mag einen genauso ratlos hinterlassen, wie die Figuren in seinen Gemälden. Denn die Antwort fordert das Hinterfragen von Kommunikation und Identität in einer global agierenden Gesellschaft. Tatsächlich aber ist die die Antwort so individuell wie allgemeingültig und in der Balance von Individuum und Gesellschaft zu finden. Vielleicht geben die Anmerkungen in Fingersprache ja Aufschluss. Forschen lohnt sich.
Meike Jansen

Carly Fischer
"I Didn`t Come Here To Be a Tourist" Die erste Einzelausstellung von Carly Fischer in Berlin und in Europa. FINISSAGE: 04. April 2009, 17-22h.
7. March 2009 - 4. April 2009
Carly Fischer sieht in Berlin den idealen Ausgangspunkt ihres künstlerischen Schaffens. Nirgendwo sonst wird das Verhältnis von Zerfall und Rekonstruktion so fetischisiert wie hier. Eine Stadt, die ihre Debris so unverhohlen zur Schau stellt, dass sie sowohl von Bewohnern als auch Touristen als sehenswert und typisch Berlin erachtet wird. Dieser Umstand dient Fischer als Basis ihrer Beobachtung. In "I didn`t come here to be a tourist" zeigt Fischer verschiedene Arbeiten, die sich mit dem Moment des konstruierten Zerfalls auseinandersetzen. Das Spannungsfeld zwischen Disfunktionalität und Effizienz zum Theman nehmend, greift sie scheinbare Banalitäten und Fundobjekte auf, um sie aus ihrem urbanen Kontext zu reissen und ihnen durch die künstlerische Reproduktion aus Hartschaum, Karton und Papier eine inhärente Ironie zu verleihen. An der Schnittstelle, wo die eigentliche Verortung des zugewiesenen Nutzens zurücktritt und die Reproduktion des Gewesenen zum eigentlichen Inhalt wird, siedelt sie ihre Arbeiten an. Zwar haben diese auf den ersten Blick nichts gemeinsam, beim genaueren Hinsehen allerdings bestechen sie durch eine ironische, teilweise sarkastische Präsenz.
(Alexander Fischer von Mollard)

Wolfgang Lugmair
"ZWEI GRAD ÜBER NULL"
Eröffnung: Freitag, 17. Apri 2009, 17-22h Erste Einzelausstellung von Wolfgang Lugmair in Berlin.
17. April 2009 - 9. May 2009
Wolfgang Lugmair stellt in seinen Gemälden die Atmoswphäre des Bildraums ins Zentrum.
Im kleinen wie im großen Format bilden die ländliche wie die urbane Landschaft einen ruhigen, stimmungsprägenden Hintergrund, vor dem einzelne Personen oder kleinere Menschengruppen sich bewegen, spazieren, skaten, Schneebälle werfen oder eine wartende Zuschauermenge bilden. Die marginalen Aktionsszenen sind überwölbt von einer dominanten Kulisse aus Himmel, Wäldern, Bergen oder urbanen Plätzen. Es sind kaum bewegte, in ihrer Farbigkeit zurückgenommene Kompositionen, die nur in Ausnahmefällen von den bunten Mauern einer Stadt, dem Leuchten eines Lagerfeuers und den pointierten Lichtreflexen der Sonne aufgeheitert werden. Die weite Welt, offene Räume und eine in ihrer Unscheinbarkeit aufgehobene Existenz von Figuren stellen das Vokabular in der Malerei von Wolfgang Lugmair.
Es ist die markante Unschärfe in Lugmairs Bildern, die den Blick des Betrachters anzieht und die Malerei zugleich auf Distanz hält. Ferne und Nähe werden als Grundschema verhandelt und aus der Weite des Hintergrundes wird der Fokus immer wieder auf die narrativen Details der Figuren gerichtet.(Sebastian Baden)

BURGHARD
BURGHARD ist eine langjährige Kooperation von Romy und Stef Richter. Bei Kwadrat werden Arbeiten in unterschiedlichen Formaten wie Video, Collage, Installation gezeigt. Die Künstler adressieren die Relativität kultureller Normative und fokussieren insbesondere die Konsequenzen der Abstraktion. Mit der Setzung von fragilen, distinguierten Objekten formatieren die Künstler einen "Text", der sich linearer Lesart widersetzt und ephemer poetische Räume eröffnet. BURGHARD setzt die Qualität der Ausdehnung gegen die Kategorie der Beschreibung und entgrenzt das gesellschaftliche Paradoxon von Autonomie und Integration.

"Lichtmaschine"
Philip Topolovac
FINISSAGE: Samstag, 01.08.09, 17-22h
11. July 2009 - 1. August 2009
Lichtmaschinen und Kabelbrand
Philip Topolovac setzt in der Ausstellung bei Kwadrat seine Strategie der Erhebung des technischen Gegenstandes zur kunstwürdigen Skulptur fort. Er zeigt Lichtmaschinen. Zehn unprätentiöse Fotografien dieser Gebilde im Format 30x30 cm. Wenn man sie sieht, denkt man unwillkürlich an Schönheit und im zweiten Atemzug an das Manifest der Futuristen. Doch hoppla, da war doch das Schöne der Geschwindigkeit, der ästhetischen technischen Hülle gemeint. Topolovac zeigt uns nun die herausgerissenen Eingeweide. Eine anatomische Studie. Verrückte skulpturale Qualitäten.
Wir sitzen derweil heute noch vor schönen weißen Wänden, in gut gewärmten oder gekühlten Räumen, mit Energie reichlich versorgt und der Computer schnurrt vor der Gipskartoneinbauwand. Schöne neue Welt.
Was aber, wenn es hinter der Wand schon schwelt, irgendwann das hässliche der verbrannten Welt hinter dem schönen Schein zu sehen ist, der Kabelbrand durch die Wand schlägt?
Topolovac lässt uns bei seiner Installation in der Galerie in ein schwarzes Loch sehen. Wer hat hier gezündelt und was war das für eine Anlage, die hinter der Wand verborgen war?
Wir sehen hier die künstlerische Bearbeitung einer Sollbruchstelle der technischen Zivilisation, die zur Wunde wird. Es gibt keinen Fortschritt ohne Desaster, hinter der glatten Oberfläche lauert das hässliche Gerippe. Man könnte so fast von einer Vanitasskulptur auf Grundlage der Gaußschen Normalverteilung sprechen. Irgendein Funke wird immer fliegen, das sagt uns die Mathematik, und das Ergebnis ist ein Systemschaden.

"regaining dimensions"
Jennifer Oellerich
FINISSAGE: Sa. 19.09.09, 17-22h, KWADRAT
Jennifer Oellerich beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit der Hinterfragung der Wahrnehmung und der Wertigkeit von Ressourcen und Materialien.
Bitumen, ein uralter Werkstoff der beim Destillieren von Wasser aus Erdöl entsteht, wird dem Regen ausgesetzt, und bei diesem Spiel mit den beiden Ressourcen Erdöl und Wasser entstehen überraschend schöne Texturen und Tiefenwirkungen. Das Flüchtige, Zarte wird eingefangen und erlangt auf den zum Teil monumentalen Holzplatten neue Bedeutungsebenen.
Die Künstlerin stellt die Wertigkeit einfacher Alltagsphänomene ebenso in Frage, indem sie alte Satellitenschüsseln verspiegelt und die so entstandenen Oberflächen neu zum Leben erweckt: im Fundobjekt erscheint plötzlich ein verdrehtes Spiegelbild der Welt das unsere gewohnten Relationen und Dimensionen buchstäblich auf den Kopf stellt.

Die "Große Herbstausstellung" im KWADRAT
26. September 2009 - 18. October 2009
Anja Schwörer, Alicja Kwade, Anselm Reyle, Armin Boehm, Aleksander Cigale, Axel Geis, BURGHARD, Carly Fischer, Christian Pilz, Daniel Kannenberg, Florin Kompatscher, Frank Steier, Frauke Boggasch, Ernie Luley, Gisela Beck, Gregor Hildebrandt, Gabriel Vormstein, Hannes Bend, Hannu Prinz, Jan Koch, Joachim Grommek, Jennifer Oellerich, Julia Pfeiffer, Karsten Kemter, Kim Nekarda, Klaus Jörres, Marcus Weber, Mariechen Danz, Matthias Bitzer, Marten Frerichs, Michael Kalki, Olivia Berckemeyer, Paul Barnett, Rosie McGurn, Regina Nieke, Sebastian Hammwöhner, Simon Rühle, Stephan Hüsch, Shila Khatami, Spiros Hadjidjanos, Sofie Arfwidson, Wolfgang Flad, Wolfgang Lugmair, Uwe Henneken.
Gruppenausstellung, KWADRAT, Berlin

SUPER MODE
Yasmin Müller
FINISSAGE: Samstag, 21.11.09, 15-19h
31. October 2009 - 21. November 2009
-scroll down for exhibition views-
Super Mode is the brand name of a pair of white imitation leather shoes that Yasmin Müller came across at a local Turkish shop. The epitome of Pop, these cheap, expendable, simple-shaped objects can be likened to the practice of Lichtenstein, who through the act of placing objects from mass-culture into an art context, not only sought to highlight these familiar objects, but also attempted to reduce them to simple form: ?What I do is forms?to use things for purely formal reasons?to not take the objects or subject matter seriously?just to use them.? Müller draws much of her inspiration from Fashion. She works on the fabric of contemporaneity, playing with the mobility of hierarchies and values found in Western culture. Her practice is that of a trend researcher tracking contemporary objects laden with cultural references that surface in high-culture, only to quickly become ubiquitous in mass-culture ? a drift, a shift, a vogue. Marmorkuchen, a traditional cake known for its marbled appearance, took on a hard, geometric form once it became mass-produced and could be found on the shelves of most supermarkets. Here, the emotive swirl gave way to its synthetic counterpart. What they share is a similar surface, which Müller brings to attention by literally producing a cake made of marble. This draws noticeable parallels to the way in which Pop and other succeeding artists continue to appropriate the gesture of Abstract Expressionists painters and use it as a readymade. Müller focuses on the surface, pulling stereotypes and easily accessible language out of objects, patterns, color configuration, and forms that circulate in popular culture. A certain intervention of sorts, her objects and assemblages unhinge the function from objects and subject these signifying fragments to new contexts, altering or exaggerating the typical.

Kim Nekarda
"Marlène et Héléna"
28. November 2009 - 5. December 2009
Einzelausstellung & Katalogpräsentation, KWADRAT, Berlin




































































































